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30.11.2021 von Ludwig Boltzmann

Marcin Osuchowski ist neuer Präsident der European Shock Society

arcin Osuchowski, Leiter der Sepsis-Trauma-Schock-Forschung am LBI Trauma, hat die Präsidentschaft der European Shock Society (ESS) übernommen. Seine Amtseinführung fand am 19. Kongress der ESS statt, welcher pandemiebedingt auf die virtuelle Bühne verschoben wurde. Dr. Osuchowski wird das Amt bis 2023 innehaben. Traditionell endet die Amtszeit jedes Präsidenten mit der Aufgabe, die nächste ESS-Konferenz auszurichten. So wird der 20. ESS-Kongress 2023 in Wien stattfinden und das 40-jährige Bestehen der Gesellschaft feiern.

Die European Shock Society umfasst ein breites Spektrum an Wissenschaftlern: von Grundlagenforschern bis hin zu Klinikern, von Studenten zu führenden Experten auf dem Gebiet. Die Hauptaufgabe der ESS besteht darin, das Verständnis der Pathophysiologie von Schock, Trauma und Sepsis zu fördern, um Diagnostik und Behandlung immer weiter zu verbessern. Laborübergreifende Kommunikation und der persönliche Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaftlern sind essentiell für die Entstehung und Weiterentwicklung neuer Lösungsansätze. Daher fördert die ESS den Wissens- und Ideenaustausch auf den großen ESS-Konferenzen sowie auf kleineren spezialisierten Treffen. Nachwuchsforscher werden durch berufliche Weiterbildung (z. B. ESS Summer School) und Mentoring unterstützt und erhalten reichlich Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse zu verbreiten oder sich sogar mit anderen zu messen (z. B. European New Investigator Award Competition). Die ESS ist eine von neun Schwester-Gesellschaften, die sich unter dem angesehenen Banner der International Federation of Shock Societies (IFSS) zusammengeschlossen haben.

Das LBI-Trauma hat eine lange Erfolgsgeschichte innerhalb der ESS. Zahlreiche LBI-Forscher sind langjährige ESS-Mitglieder, Heinz Redl und Soheyl Bahrami waren in der Vergangenheit ESS-Präsidenten und Dr. Osuchowski war bis Oktober 2019 ESS-Schatzmeister. Unter aktiver Beteiligung von ESS / IFSS-Mitgliedern koordinierte Dr. Osuchowski zwei Iterationen der Wiggers-Bernard Conference Initiative für präklinische Sepsis-Modelle, deren Ergebnisse als weltweite Experten-Konsensrichtlinien für präklinische Sepsisstudien veröffentlicht wurden (die MQTiPSS).

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