TeleHealthAid

Stärkung der Gesundheitssysteme in strukturschwachen Regionen Mitteleuropas durch Telemedizin

Das TeleHealthAid-Projekt zielt darauf ab, den Zugang zur Gesundheitsversorgung in peripheren und sozioökonomisch benachteiligten Regionen Mitteleuropas durch innovative, telemedizinische Kooperationslösungen zu verbessern. Diese Regionen stehen vor mehreren Herausforderungen: einem Mangel an Allgemeinmediziner*innen, einer alternden Bevölkerung, steigenden Gesundheitsbedürfnissen sowie begrenzter Infrastruktur und großen geografischen Distanzen, die den Zugang zur Versorgung erschweren. Diese Faktoren verringern nicht nur die Lebensqualität, sondern schwächen auch die wirtschaftliche Attraktivität dieser Regionen.

Ziele von TeleHealthAid

  • Verbesserung der Zugänglichkeit und Qualität von Gesundheitsdienstleistungen
  • Reduktion der Arbeitsbelastung von Allgemeinmediziner*innen
  • Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsfachkräften
  • Unterstützung der Entwicklung nachhaltiger und moderner Gesundheitssysteme

Im Rahmen des Projekts entwickeln und testen Akteurinnen aus dem Gesundheitswesen in Ungarn, Österreich und Deutschland gemeinsam Kooperationsmodelle, die die Zusammenarbeit zwischen Allgemeinmedizinerinnen, Rettungsdiensten und Fachärztinnen stärken. Durch Telemedizin erhalten Hausärztinnen effizienteren Zugang zu fachärztlicher Unterstützung, wodurch sich sowohl die Qualität als auch die Zugänglichkeit der Versorgung verbessern.

Die entwickelten Lösungen werden in realen Settings im Komitat Nógrád (Ungarn) und in der Region Jennersdorf (Österreich) getestet, während die Region Aachen (Deutschland) als Wissensdrehscheibe mit telemedizinischer Expertise fungiert. Auf Basis der Pilotphase werden skalierbare Modelle entwickelt, die auf andere Regionen übertragen werden können und so langfristige Verbesserungen der Gesundheitssysteme unterstützen.

TeleHealthAid legt großen Wert auf Wissenstransfer, Einbindung von Stakeholdern sowie Co-Creation, um sicherzustellen, dass die entwickelten Lösungen auf lokale Bedürfnisse abgestimmt sind. Die transnationale Zusammenarbeit ermöglicht den Austausch und die Anpassung bewährter Verfahren zwischen unterschiedlichen Gesundheitssystemen.

Projektpartner

  • Lead Partner / Konsortialleitung: Semmelweis Universität, Health Services Management Training Centre (EMK)
  • Rolle von EMK: Als Lead Partner koordiniert EMK das TeleHealthAid-Projekt und ist verantwortlich für die Identifikation und Entwicklung telemedizinischer Lösungen, die Konzeption von Trainingsprogrammen, die Einbindung von Stakeholdern sowie den effektiven Wissenstransfer in den Pilotregionen. Zudem leitet EMK die Entwicklung der Integrations- und Skalierungsstrategie sowie das Monitoring, die Evaluierung und die Wirkungsanalyse der Pilotaktivitäten.

Konsortialpartner

  • Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG), Österreich
  • Österreichisches Rotes Kreuz Burgenland (RCB), Österreich
  • Universitätsklinikum Aachen (UKA), Deutschland
  • Nationaler Rettungsdienst (NAS/OMSZ), Ungarn
  • Gemeinde Balassagyarmat (AO), Ungarn

Aufgaben des LBI für Traumatologie

  • Unterstützung der Stakeholder-Plattform Südburgenland (gemeinsam mit RCB)
  • Entwicklung des GP Motivation Toolkit
  • Beiträge zu den Trainingsmodulen (Fokus: Technologieakzeptanz, digitale Tools)
  • Operative Unterstützung beim Jennersdorf-Piloten
  • Österreichische Wissenstransfer-Sessions
  • Co-Leitung der Guidelines für Adaptation
  • Beiträge zu Impact Report und skalierbarer TeleHealthAid-Lösung

Projektteam

  • Projektleitung LBI Traumatologie: Dr. med. univ. Ákos Tiboldi
  • Projektmitarbeiter*innen: Lisa Lichtenegger, BSc / MSc Hans-Peter Zierlinger, BSc MSc

Projektdetails

  • Projekt-ID: CE0301269
  • Laufzeit: 01. Januar 2026 – 31. Dezember 2027
  • Projektwebsite: https://www.interreg-central.eu/projects/telehealthaid/
  • Budget: Gesamtbudget: 798.490,00 € | Interreg Central Europe Förderung: 638.792,00 €

Kommunikation und Kontakt

  • LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/telehealthaid/about
  • Projektkontakt: gryrurnygunvq_pbbeqvangvba@rzx.frzzryjrvf.uh

EMK Kontakt

  • Name: Réka Kovács – Projektmanagerin
  • Email: xbinpf.erxn@rzx.frzzryjrvf.uh
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