Traum(a) Gesundheitswesen: Wie Digital Health die Nachsorge stärkt
Viele Patient:innen erleben nach Spitalsaufenthalt und Rehabilitation einen kritischen Übergang in den Alltag – mit Versorgungsbrüchen, unklaren Zuständigkeiten und fehlender Kontinuität. Unter dem Titel „Digital Health in der Nachsorge – Vom Versorgungsbruch zur Versorgungskette“ lud das PICS Symposium 2026 in Wien dazu ein, diese Herausforderungen in den Fokus zu rücken.
Die größte Herausforderung für Patient:innen beginnt oft erst nach der Entlassung, mit weniger Begleitung und mehr Eigenverantwortung. In dieser Phase zeigen sich zentrale Lücken besonders deutlich. Genau hier setzt Digital Health an – mit dem Potenzial, bestehende Brüche zu überwinden und eine durchgängige Betreuung zu ermöglichen.
Das Symposium brachte Perspektiven aus Praxis, Versorgung und Systemebene zusammen und richtete den Blick auf die Realität der Nachsorge in Österreich. Diskutiert wurden sowohl bestehende Herausforderungen nach der Entlassung als auch die Frage, welche Rahmenbedingungen digitale Lösungen brauchen, um im Alltag wirksam zu sein. Gleichzeitig wurden konkrete Beispiele vorgestellt, die bereits zeigen, wie solche Ansätze funktionieren können.
Im Fokus stand unter anderem das DIGI4Care Project. Das Projekt veranschaulicht, wie digitale und KI-gestützte Anwendungen patient:innenzentrierte Pfade stärken und Verbindungen über Sektorengrenzen hinweg schaffen können.
Mit dem Future Health Lab Wien als Veranstaltungsort bot sich ein Umfeld, das Austausch und Vernetzung gezielt fördert. Als Innovationshub bringt es Akteur:innen aus Forschung, Praxis, Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen zu arbeiten.
Deutlich wurde: Nachsorge ist kein „Danach“, sondern ein zentraler Teil der Versorgung. Digital Health kann hier viel bewegen, wenn Lösungen gemeinsam mit Patient:innen, Fachpraxis und Systempartner:innen entwickelt werden.