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12 März 2026 von connyschneider

Von der Forschung ins Klassenzimmer: Begeisterung für Wissenschaft teilen

Wissenschaft endet nicht an der Labortür. Immer wieder engagieren sich Forscher:innen des LBI Trauma, um ihre Begeisterung für Forschung direkt mit jungen Menschen zu teilen – dort, wo viele beginnen, über ihre Interessen und ihren zukünftigen Weg nachzudenken: in der Schule.

Ein aktuelles Beispiel ist Wolfgang Holnthoner, der kürzlich das Erich-Fried-Gymnasium (BRG9) in Wien besuchte. Das letzte Schuljahr ist für viele Schüler:innen eine besondere Zeit, in der sie überlegen, welche Leidenschaften sie verfolgen und welchen Weg sie nach der Matura einschlagen möchten. In seinem Vortrag gab Holnthoner den Maturant:innen einen Einblick in die Welt der biomedizinischen Forschung. Anhand von Beispielen aus Tissue Engineering und der Forschung zu extrazellulären Vesikeln zeigte er, wie Wissenschaftler:innen verstehen möchten, wie Gewebe regeneriert und neue medizinische Therapien entwickelt werden können. Gespräche wie diese sind oft der Anfang wissenschaftlicher Neugier – und vielleicht saßen in diesem Klassenzimmer bereits einige zukünftige Forscher:innen.

Auch andere Mitglieder des Instituts engagieren sich regelmäßig in der Wissenschaftskommunikation mit Schulen. Conny Schneider organisiert unter anderem Schulworkshops im Rahmen des Projekts BEATsepsis. Für sie gehören diese Begegnungen zu den besonders wertvollen Momenten ihrer Arbeit:

„Unter all meinen Wisskomm-Aktivitäten liegen mir die Schulworkshops besonders am Herzen. Kinder und Jugendliche bringen eine Energie mit, die man in Vorträgen für Erwachsene selten erlebt. Sie sind es gewohnt, in der Klasse als Gruppe zu arbeiten, sie haben eine ganz eigene Dynamik. Fragen werden aufgenommen, wie ein Ball weitergespielt und kommen dann manchmal in einem (Blick)winkel zu mir zurück, der sogar mich überrascht und zum Nachdenken bringt. Kinder und Jugendliche sind neugierig und mutig im Denken. Das macht Wissenschaft lebendig. Für mich ist es jedes Mal eine Erinnerung daran, warum ich ursprünglich in die Forschung gegangen bin.“

Solche Besuche zeigen: Wissenschaft lebt nicht nur von Experimenten und Publikationen, sondern auch davon, Wissen zu teilen und Begeisterung weiterzugeben. Und vielleicht beginnt der Weg zur nächsten großen Entdeckung ja genau in einem solchen Klassenzimmer.

a.