18.01.2022 von Ludwig Boltzmann

Neue internationale Leitlinie zu Nervenblockaden bei gerinnungshemmender Medikation – Christoph Schlimp Teil des Expert:innengremiums

Nervenblockaden sind ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit von Anästhesist:innen weltweit. Dabei werden einzelne Nerven oder Nervenbündel gezielt blockiert, um Schmerzen bei Patient:innen zu lindern oder zu stillen. Blutungen sind eine mögliche Komplikation nach rückenmarksnahen und peripheren Nervenblockaden. Das Risiko ist bei Patienten erhöht, die Thrombozytenaggregationshemmer und/oder Antikoagulanzien einnehmen.

Die Europäische Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (ESAIC) und die Europäische Gesellschaft für Regionalanästhesie (ESRA) haben in den letzten Jahren ein gemeinsames Expert:innengremium ernannt, um die verfügbare Literatur zur Prävention von Blutungskomplikationen bei neuraxialen und peripheren Nervenblockaden bei Patienten mit gerinnungshemmenden Medikamenten zu evaluieren. Ziel war es, eine evidenzbasierte pragmatische Leitlinie zu erstellen, die Anleitung zur Reduzierung des Risikos einer durch Antikoagulanzien verursachten Hämatombildung gibt.

Christoph Schlimp hatte die Ehre, Teil des Expert:innengremiums zu sein, um mit seiner Erfahrung als Oberarzt in der Anästhesie im AUVA Unfallkrankenhaus Linz, kombiniert mit seinem profunden Laborwissen aus der Gerinnungsforschung im LBI Trauma, zu diesen Leitlinien beizutragen.

Die Leitlinie erschien nun im European Journal of Anaesthesiology. Sie beleuchtet den derzeitigen Wissensstand in übersichtlicher Form und gibt 40 praxisnahe Empfehlungen. Um die Reichweite zu erhöhen und eine breite Anwendung zu fördern, ist die Leitlinie frei zugänglich und kann beispielsweise über die Webseite der ESRA abgerufen werden: Regional anaesthesia in patients on antithrombotic drugs Joint ESAIC/ESRA guidelines

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