06 Okt. 2025 von khirtenlehner

LBI Trauma und BEATsepsis glänzen beim 21. Kongress der European Shock Society in Dubrovnik

Mit mehrfach preisgekrönten Vorträgen und Posterpräsentationen leisteten unsere Forscher:innen vom LBI Trauma und dem BEATsepsis-Konsortium einen wichtigen Beitrag zum 21. Kongress der European Shock Society (ESS). Ein Rückblick.

Conny Schneider, Leiterin der Wissenschaftskommunikation beim LBI Trauma und BEATsepsis, brachte eine gesundheitssystemische Perspektive in den Kongress ein. In ihrem Vortrag zu Open Innovation zur Verbesserung postseptischer Versorgungspfade mit Lektionen aus der Versorgung chronischer Wunden regte sie eine angeregte Diskussion über die menschlichen und finanziellen Folgen ineffizienter Behandlungswege an. Zudem co-moderierte sie den Vortrag „Danger Response, Disturbance Factors and Regenerative Potential after Acute Trauma“ gemeinsam mit Kolleg:innen aus dem Fach.

Das BEATsepsis-Konsortium war noch mit weiteren vielfältigen Beiträgen aus der Klinik und Forschung vertreten: Koordinatorin Marcela Hortova-Kohoutkova präsentierte Daten aus einer pädiatrischen Kohorte zu immunologischen Veränderungen nach Sepsis. Martin Helan (St. Anne’s University Hospital Brno) sprach über die Entwicklung vom Infekt zum Post-Sepsis-Syndrom (PSS) und Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS). Alle drei Vorträge führten uns den Wert interdisziplinärer Zusammenarbeit in der Wissenschaft vor Augen: von der Laborforschung bis zur klinischen Anwendung.

In den Postersessions war das LBI Trauma nicht nur auf der Bühne selbst vertreten, sondern auch auf dem Siegerpodest. Johannes Zipperle stellte seine Forschung zu extrazellulären Vesikeln als Frühindikatoren bei Schädel-Hirn-Trauma vor und wurde mit dem ESS Presidential Award für wissenschaftliche Exzellenz und Führungsstärke ausgezeichnet. Nasrin Ramezani präsentierte eine vielversprechende bio-elektrodynamische Methode zur raschen Erregererkennung bei Sepsis. Naimeh Hashemi stellte einen neuartigen antibakteriellen Ansatz mittels photodynamischer Therapie mit Eisen-Nanocluster vor und erhielt dafür einen Best Poster Award.

Weitere Highlights: Sergiu Dumitrescu erreichte mit seiner Arbeit zu Tissue-Factor-Knockout in MSC-abgeleiteten Vesikeln das Finale des European New Investigator Award Competition (ENIAC). Marcin Osuchowski präsentierte eine translationale Studie zum Biomarker t6A, der Sepsis bereits bei der Aufnahme identifizieren kann. Kacper Bielak, der unter anderem von Marcin betreut wird, untersuchte, wie früher Gewichtsverlust bei Sepsis langfristige Veränderungen in der Skelettmuskulatur bewirkt. Für seine Forschung wurde er mit dem Thomas Skirecki Memorial Award ausgezeichnet. Dies ist eine besondere Würdigung seines verstorbenen Mentors und langjährigen, geschätzten ESS-Mitglieds.