21 Dez. 2025 von khirtenlehner

Conny Schneider im Podcast „Aftershock – still aLive“: Über Wissenschaft, Sepsis und blinde Flecke im Gesundheitssystem

Was passiert, wenn Laborwissen auf Systemfragen trifft? Im Podcast „Aftershock – still aLive“ spricht Dr. Conny Schneider, Leiterin der Wissenschaftskommunikation am LBI Trauma und dem BEATsepsis-Konsortium, über ihren Weg von der Zellforschung zu Versorgungsfragen – und darüber, warum gute Forschung manchmal mit einem simplen Anruf bei einem Berufsverband beginnt.

Mehrere Jahre lang war Conny Schneider in der experimentellen Forschung tätig, im Bereich Knorpelregeneration schloss sie ihren Bachelor, Master und schließlich auch ihr Doktorat ab. Doch mit der Zeit wuchs der Wunsch, über den Rand der Sterilwerkbank hinauszublicken. Im Podcast beschreibt sie, wie sie über ein interdisziplinäres Projekt zu chronischen Wunden erstmals systemische Perspektiven einnahm und merkte, wie viel Bedarf an Kommunikation, Koordination und struktureller Unterstützung besteht. Statt technischer Lösungen standen nun auch Fragen der Diagnostik, der Patient:innenführung und der Versorgungsgerechtigkeit im Mittelpunkt.

Heute verbindet Conny immer noch wissenschaftliche Inhalte mit gesellschaftlichen Fragestellungen, sei es im Rahmen von BEATSepsis oder in der institutsübergreifenden Kommunikation. Im Gespräch mit den beiden Hosts, selbst Sepsis-Erfahrene, spricht sie über die unterschätzte Komplexität von Sepsis, über gängige Mythen wie den „roten Strich“ und über den Wunsch vieler Betroffener, vom Gesundheitssystem ernster genommen zu werden. Der Podcast ist eine Zusammenarbeit von Sepsishelden und der Sepsis Stiftung, zwei Organisationen, die sich seit Jahren dafür einsetzen, das Bewusstsein für Sepsis zu stärken und den Erfahrungen von Betroffenen mehr Sichtbarkeit und Gewicht zu verleihen.

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Übrigens: Conny war 2025 schon in einem weiteren Podcast zu Gast

Im „Drachentöter“-Podcast spricht sie über ihren Einstieg in die Wissenschaft, die erstaunlich lebendige Struktur unserer Knochen und darüber, was Altern für den Körper bedeutet. Nebenbei geht es auch um den Druck zu publizieren, um das Bild von Wissenschaft in der Gesellschaft – und warum Unsterblichkeit gar keine so gute Idee ist.

Zur Episode auf drachentoeter.at