Aktuelles

Sicherheit durch Früherkennung: COVID-19 Tests am LBI Trauma

(14.07.2020)

Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Einsatz, um den Betrieb der Unfallkrankenhäuser auch in Zeiten der Pandemie sicherzustellen. Dabei sind sie erhöhtem Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Die Gesundheit der Belegschaft ist jedoch von höchster Wichtigkeit. Einen COVID-19-Ausbruch innerhalb des Krankenhauses gilt es mit allen Mitteln zu verhindern.

Genau hier kommt das LBI Trauma ins Spiel. Mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen wurden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Home Office geschickt, die Laboratorien standen danach weitgehend leer. Dass dieses Know-How und die technischen und räumlichen Gegebenheiten doch bestens dafür geeignet sind, um der AUVA im Kampf gegen COVID-19 beizustehen, das dachten sich schon bald Institutsleiter Johannes Grillari und Chemikerin Michaela Stainer, beide Experten auf dem Gebiet der Molekularbiologie. Protokolle wurden etabliert und die auf dem Markt heiß begehrten Reagenzien besorgt. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ließen sich von der Initiative mitreißen und meldeten sich freiwillig zum Dienst im Test-Labor. Auch die Fachhochschule Technikum Wien und die Universität für Bodenkultur standen mit Rat und Tat zur Seite.

microRNA Profil in Verbindung mit Osteoporose im Kindesalter identifiziert

(20.06.2020)

MicroRNAs (miRNAs) sind kurze, nicht kodierende RNA-Fragmente, die eine wichtige Rolle bei verschiedenen biologischen Prozessen spielen, indem sie die Genexpression und Proteintranslation regulieren. In Knochen beeinflussen miRNAs die osteogene Zellreifung und -funktion und sind somit an der Entwicklung des fötalen Skeletts und der Aufrechterhaltung der postnatalen Knochengesundheit beteiligt. Wissenschaftler vom LBI Trauma und der BOKU Wien konnten unlängst einen Zusammenhang zwischen der Mutation von PLS3 und dem microRNA-Spiegel nachweisen. 

Ein umfassendes Review der European Shock Society bringt Klarheit in die komplexe Forschungslandschaft von SARS-Cov2/COVID-19

(22.05.2020)

COVID-19 stellt die Welt vor eine der größten Herausforderungen der modernen Zeit. Das Wissen über die Pathophysiologie der Krankheit ist begrenzt und spezifische Behandlungen sind praktisch nicht vorhanden. Die Suche nach Antworten führte zu einer Informationsflut sowohl in der Laien- als auch in der wissenschaftlichen Presse.

Wissenschaftliche Artikel wurden in Rekordzeit veröffentlicht und verbreiteten verschiedene Konzepte zu Wirkmechanismen und Behandlungsansätzen. Darunter befinden sich auch zahlreiche Publikationen ohne ordnungsgemäße Peer-Review-Prüfung. Alleine die Preprint-Plattform bio/medRxiv verzeichnet inzwischen mehr als 3800 Manuskripte. Ein derart schnelles Tempo der Informationsgewinnung und Kommunikation kann verwirrend und irreführend sein. Bei all der Dringlichkeit bedarf es dennoch einer gründlichen wissenschaftlichen Analyse um vernünftige Schlussfolgerungen ziehen zu können. Immerhin wirken die neuen Daten sich direkt auf das Design klinischer Studien aus (bereits über 1600 registriert) und führen anschließend zu Behandlungspraktiken bei COVID-19-Patienten.

VICEM Diploma Thesis Award für Julia Böhm

(13.05.2020)

Das Vienna Center for Engineering in Medicine, kurz VICEM, ein interuniversitäres Kooperationszentrum zwischen der Technischen Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, vergibt jedes Jahr einen Diploma Thesis Award für herausragende Abschlussarbeiten. Dieses Jahr ging die Auszeichnung an Julia Böhm vom LBI Trauma für ihre Arbeit mit dem Titel „Extrakorporale Stoßwellentherapie – Simulation elektrohydraulisch erzeugter Stoßwellen und deren Druckfelder bei Gewebeinteraktion“.

Empfehlungen zum Gerinnungsmanagement bei COVID-19

(09.04.2020)

Bei COVID-19 PatientInnen kommt es neben den bekannten Auswirkungen auf die Atemwege auch zu Störungen der Blutgerinnung. Die zuständige Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) unter der Leitung von Christoph Schlimp vom LBI Trauma hat nun Empfehlungen zur Behandlung dieser Gerinnungsstörungen ausgegeben.

Auf Spurensuche im Stephansdom

(06.04.2020)

Im November 2013 wurden Heinz Redl und Paul Niedzielski zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen. Mit einem Endoskop durften sie durch die Platten des Friedrichsgrabs im Stephansdom hindurchsehen, um dessen Geheimnisse zu lüften. Dabei brachten sie goldene Schriftzeichen zum Vorschein, stießen aber bald an ihre Grenzen. Eine Grabkammer ist dann doch nicht die übliche Anwendung für ein Endoskop.

COVID19 Bericht auf ORF2

(17.03.2020)

Johannes Zipperle, Molekularbiologe am LBI Trauma und Experte für Öffentliche Gesundheit, war gestern zu Gast im Studio 2 auf ORF2. Er sprach über die Maßnahmen in Österreich, Berichte von Kollegen in Mailand, und wie die medizinische Versorgung für Patienten in Österreich sichergestellt werden kann.

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