Life Science PhD Award für Barbara Bachmann

(21.09.2021)

Die Österreichische Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) hat am Montag fünf junge Forscherinnen und Forscher für ihre international aufsehenerregenden Arbeiten ausgezeichnet. Unter den Preisträgerinnen war auch Barbara Bachmann, Mitglied des Kompetenzzentrums Mechanobiologie am LBI Trauma und der Cell Chip Group an der TU Wien, die für ihre herausragende Dissertation geehrt wurde. Die Preisverleihung fand in kleinem Rahmen statt, Corona-bedingt wurden die Vorträge der Jahrestagung auch heuer online übertragen.

Barbara Bachmann entwickelt Organ-on-a-Chip-Systeme, um mechanische Stimuli auf zelluläre Systeme anzuwenden. Ein Organ-on-a-chip ist ein Biochip, der die Funktion von Organen künstlich nachbildet. Bachmann hat derartige Gewebsmodelle für Gefäße und Knorpel entwickelt. Die dadurch möglichen Erkenntnisse dienen nicht nur der Grundlagenforschung, sondern zielen auch darauf ab, die Wirksamkeit von Impfstoffen und Chemotherapeutika zu verbessern, die über das lymphatische System verabreicht werden. Ihre Arbeit liefert auch wichtige Erkenntnisse über die Mechanobiologie des Knorpels, wo Funktionsstörungen zu Arthritis führen. Ihre Forschung hat bereits zu mehreren Patenten und einer Firmengründung geführt. Sie erhielt dafür den Dissertationspreis Life Science PhD Award 2021 in der Kategorie angewandte Forschung.

 

(v.l.n.r.) Benjamin Salzer, Barbara Bachmann, Domen Kampjut, Charlotte Zajc, Stefan Terlecki-Zaniewicz
Foto: ÖGMBT/Philipp Schuster