Polyneuropathien - Wenn Diabetes auf die Nerven geht

(07.08.2018)

In einem kürzlich erschienenen Artikel in der Kronen Zeitung beschreibt Dr. Wolfgang Grisold wie Polyneuropathien, eine häufige Folge von Diabetes, entstehen und was das für den Patienten bedeutet: „Süßer“ Angriff auf die Nerven 

Hyperglykämie führt zu mikrovaskulären Verletzungen und Verengungen sowie zu unerwünschter Glykosylierung von Proteinen. Die resultierenden Nervenschädigungen verschlechtern sich im Laufe der Zeit immer weiter, sie äußern sich zu Beginn meist unscheinbar durch ein leichtes Missempfinden in den unteren Extremitäten. „Als hätte man Socken an“, beschreibt es Dr Grisold. Bereits hier ist Vorsicht geboten, es kann durch das Taubheitsgefühl zu vermehrten Stürzen können und Druckstellen durch das Schuhwerk werden nicht mehr bemerkt. Im weiteren Verlauf führen Polyneuropathien zu chronischen Schmerzen bis zur Beeinträchtigung der inneren Organe oder Sehkraft.

Durch Blutzuckereinstellung kann ein Fortschreiten der Krankheit verhindert werden, derzeitige Therapien konzentrieren sich auf die symptomatische Behandlung und Schmerztherapie. Es wird aber auch intensiv an der Wiederherstellung beschädigter Nerven geforscht.