Sicherheit durch Früherkennung: COVID-19 Tests am LBI Trauma

(14.07.2020)

Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Einsatz, um den Betrieb der Unfallkrankenhäuser auch in Zeiten der Pandemie sicherzustellen. Dabei sind sie erhöhtem Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Die Gesundheit der Belegschaft ist jedoch von höchster Wichtigkeit. Einen COVID-19-Ausbruch innerhalb des Krankenhauses gilt es mit allen Mitteln zu verhindern.

Genau hier kommt das LBI Trauma ins Spiel. Mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen wurden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Home Office geschickt, die Laboratorien standen danach weitgehend leer. Dass dieses Know-How und die technischen und räumlichen Gegebenheiten doch bestens dafür geeignet sind, um der AUVA im Kampf gegen COVID-19 beizustehen, das dachten sich schon bald Institutsleiter Johannes Grillari und Chemikerin Michaela Stainer, beide Experten auf dem Gebiet der Molekularbiologie. Protokolle wurden etabliert und die auf dem Markt heiß begehrten Reagenzien besorgt. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ließen sich von der Initiative mitreißen und meldeten sich freiwillig zum Dienst im Test-Labor. Auch die Fachhochschule Technikum Wien und die Universität für Bodenkultur standen mit Rat und Tat zur Seite.

 Dank des schnellen Handelns konnte bereits Anfang April mit dem Testen der Mitarbeiter und Patienten begonnen werden. Mittels PCR (Polymerase Chain Reaction, eine Methode zur Vervielfältigung von genetischem Material) wird das virale Erbgut im Rachenabstrich nachgewiesen.

Die Tests müssen also vor allem zwei Dinge sein: schnell und verlässlich. Nach ausgiebigem Tüfteln mit bestehenden Protokollen wurde die Dauer der Testung – von der RNA-Isolation bis zur abgeschlossenen PCR - auf knapp über 2 Stunden reduziert. Das derzeit gängigste Testprotokoll wurde auch hinsichtlich seiner Verlässlichkeit verbessert. Interne Kontrollen wurden etabliert, um sicher zu stellen, dass genug RNA umgeschrieben wurde. So können falsch-negative Ergebnisse vermieden werden.

Da die Forschung mittlerweile den Betrieb wiederaufgenommen hat, wurden nun vier Wissenschaftler aus dem bisherigen Team dauerhaft mit der Durchführung der Tests betraut. Ein großer Dank an alle freiwilligen Tester und Helfer, die eine derart schnelle Etablierung und Aufrechterhaltung der Testungen möglich gemacht haben.