Dr. Marcin Osuchowski zum Präsidenten der European Shock Society gewählt

(11.11.2019)

Marcin Osuchowski, Leiter der Experimentellen Intensivmedizin am LBI Trauma, wurde kürzlich zum nächsten Präsidenten der European Shock Society (ESS) gewählt. Er wird das Amt in den Jahren 2022 und 2023 innehaben und während dieser Zeit auch mit der Organisation der alle zwei Jahre stattfindenden ESS-Konferenz beauftragt sein. Es ist also davon auszugehen, dass sich im Jahr 2023 das Who-is-Who der Schock-Forschung in Wien einfinden wird, um ein pulsierendes Treffen abzuhalten!

Die European Shock Society umfasst ein breites Spektrum an Wissenschaftlern: von Grundlagenforschern bis hin zu Klinikern, von Studenten zu führenden Experten auf dem Gebiet. Die Hauptaufgabe der ESS besteht darin, das Verständnis der Pathophysiologie von Schock, Trauma und Sepsis zu fördern, um Diagnostik und Behandlung immer weiter zu verbessern. Laborübergreifende Kommunikation und der persönliche Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaftlern sind essentiell für die Entstehung und Weiterentwicklung neuer Lösungsansätze. Daher fördert die ESS den Wissens- und Ideenaustausch auf den großen ESS-Konferenzen sowie auf kleineren spezialisierten Treffen. Nachwuchsforscher werden durch berufliche Weiterbildung (z. B. ESS Summer School) und Mentoring unterstützt und erhalten reichlich Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse zu verbreiten oder sich sogar mit anderen zu messen (z. B. European New Investigator Award Competition). Die ESS ist eine der sieben Gesellschaften, die sich unter dem angesehenen Banner der International Federation of Shock Societies (IFSS) zusammengeschlossen haben.

Das LBI-Trauma hat eine lange Erfolgsgeschichte innerhalb der ESS. Zahlreiche LBI-Forscher sind langjährige ESS-Mitglieder, Heinz Redl und Soheyl Bahrami waren in der Vergangenheit ESS-Präsidenten und Dr. Osuchowski war bis Oktober 2019 ESS-Schatzmeister. Außerdem ist Dr. Bahrami derzeit einer der Herausgeber von Shock - dem Flaggschiff-Journal der IFSS. ESS und IFSS unterstützen auch Forschungs- und Organisationstätigkeiten des LBI. Unter aktiver Beteiligung von ESS / IFSS-Mitgliedern koordinierte Dr. Osuchowski zwei Iterationen der Wiggers-Bernard Conference Initiative für präklinische Sepsis-Modelle, deren Ergebnisse als weltweite Experten-Konsensrichtlinien für präklinische Sepsisstudien veröffentlicht wurden (MQTiPSS).