Am Gipfel der Wissenschaft - Die Interreg-TERMIS Winterschool 2018

(23.01.2018)

Wieso unnötig ein weiteres Jahr warten, wenn dir eine einmalige Gelegenheit geboten wird? Die normalerweise alle zwei Jahre stattfindende TERMIS Winterschool kehrte dank Interegg diesmal schon 2018 als Joint Veranstaltung zurück. Im Zentrum des Interesses stand folglich die Mechanobiologie. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern und Studenten traf von 14. bis 17. Januar in Radstadt (Salzburg) zusammen, um sich über dieses innovative Forschungsgebiet auszutauschen. Die Präsentatoren fokussierten sich auf präklinische in-vitro und in-vivo Modelle und berichteten über ihre Erfahrungen in der gesamten Bandbreite – von Zellquellen bis hin zur spezifischen Anwendung. Am letzten Tag des Meetings wurden schließlich noch Einblicke in Bildgebungsverfahren gewährt.

Die Betonung der Kooperation zwischen den Interreg Partnern spiegelte sich während der gesamten Veranstaltung in den einzelnen Vorträgen wieder. Den glanzvollen Anfang machte Severin Mühleder vom gastgebenden Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie (LBI Trauma) in Wien, der über die Rolle von G Protein-gekoppelten Rezeptoren in der Mechanobiologie referierte. Weiter ging es mit einer Reihe von ebenso spannenden Aspekten, wie etwa den Lab-on-a-Chip Technologien, die von Peter Ertl von der Technischen Universität Wien vorgestellt wurden, oder aber dem Hippo-Signalweg Mechanismus, den eigentlich Giancarlo Forte vom St. Anna Universitätsklinikum in Brünn präsentieren wollte. Ihn ereilten jedoch Vaterfreuden und so übernahm sein Student Jorge Oliver De La Cruz diese Aufgabe. Den krönenden Abschluss am letzten Tag des Meetings bildeten Dan Kytyr von der Tschechischen Akademie der Wissenschaften sowie Patrick Heimel vom Gastgeber-Institut. Die beiden Wissenschaftler führten ihre Arbeit im Bereich der mikro-berechneten Tomographie vor. Aber einmal abgesehen von den Interreg Mitgliedern, zeugten alle Teilnehmer von einem internationalen Forschungscharakter. Unter den geladenen Sprechern waren etwa Sahar Salehi von der Universität Bayreuth oder Peter Zammit und Nicolas Figeac, die extra vom Londoner King’s College angereist sind, um an dem Meeting teilzunehmen. Dass große Distanzen kein Hindernis sind, selbst wenn einem die Pläne durchkreuzt werden, hat Darja Marolt bewiesen. Sie ließ sich einfach über Video-Anruf zuschalten.

Trotz dem intensiven wissenchaftlichen Austausch blieb auch noch genug Zeit für Wellness und sportliche Aktivitäten. Sei es nun die entspannte Atmosphäre im Spa-Bereich oder lieber die eingeschneite Skipiste, das zauberhafte Hotel “Zum Jungen Römer” hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten – und Gelegenheiten zum Networken gab es obendrein. Zum gesell-schaftlichen Highlight jedoch, zählte auch diesmal wieder das traditionelle Schlittenrennen am letzten Abend des Meetings, das trotz dichtem Schneegestöber stattfand und in einer spontan aufkommenden Schneeballschlacht endete.