Der MagneTissue Bioreaktor – Training für die Muskelzellen

Da der weltweit hohe Fleischkonsum sich negativ auf unser Klima auswirkt, wenden sich die Blicke vieler in Richtung In-vitro-Fleisch. Das Muskelgewebe aus der Zellkultur schont die Umwelt, indem es in seiner Herstellung weniger Land und Wasser verbraucht und weniger Treibhausgase erzeugt als die traditionelle Fleischproduktion.

Die Science Busters widmeten sich in ihrer Sendung vom 27. Februar 2018 dem Thema In-vitro-Fleisch. Dabei präsentierten sie das „Fitnesscenter für Muskelzellen“: den MagneTissue Bioreaktor, entwickelt von der FH Technikum Wien in Zusammenarbeit mit dem LBI Trauma. In dem Bioreaktor wachsen Myoblasten auf Fibrinringen, die mit einer dynamischen Vorrichtung im Inkubator (gebaut aus Lego-Steinen) verbunden sind. Regelmäßiges Training stellt sicher, dass sich hochqualitatives Muskelgewebe bildet.

Mit freundlicher Genehmigung des ORF kann die Sendung hier angesehen werden: Science Busters 27.02.18

Die Idee hinter dem MagneTissue Bioreaktor war natürlich sein Einsatz für die Geweberegeneration. Er wurde gebaut für die schnelle Herstellung von Skelettmuskelkonstrukten, die dem natürlichen Muskel in Struktur, Genexpression und Differenzierungsgrad so ähnlich wie möglich kommen sollen. In einer Studie aus 2015, erschienen in Acta Biomaterialia, beschrieben die Autoren die große Bedeutung von mechanischer Stimulation bei der Myogenese. Das Author's manuscript ist im Anschluss an diesen Artikel zum Download bereitgestellt!

 

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