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Weniger Tote durch zielgerichtete Gerinnungstherapie

Blutgerinnungsstörungen kommen auf der Intensivstation bei einem Viertel der Patienten vor - mit oft lebensbedrohlichen Folgen. Ursachen sind ein hoher Blutverlust oder Reaktionen nach dem Unfallschock, aber auch die vorherige Einnahme gerinnungshemmender Medikamente. Die Blutstillung und der Verschluss von Wunden sind in der ersten Phase nach Verletzungen jedoch lebensnotwendig. Um den Gerinnungsstörungen entgegen zu wirken galten in der Vergangenheit große Mengen an Bluttransfusionen als Mittel der Wahl. Blutprodukte sind aber einerseits äußerst kostbar (weil für manche Krankheitsbilder unumgänglich) und andererseits mit Nebenwirkungen verbunden.

Leitsatz der AUVA ist es, Verletzte mit allen geeigneten Mitteln zu versorgen. Am AUVA Unfallkrankenhaus Salzburg wurden in Zusammenarbeit mit dem LBI Trauma zwei ambitionierte Ziele umgesetzt: den Verbrauch von Blutprodukten zu senken und gleichzeitig mehr Menschenleben zu retten. Durch die gezielte Behandlung von Gerinnungsstörungen konnte die Sterblichkeitsrate unter schwerverletzten Patienten am Unfallkrankenhaus Salzburg um 20 Prozent gesenkt werden. Die hier etablierte Behandlung hat mittlerweile als „Austrian way“ weltweit Einzug in die Fachliteratur gefunden.

Der ORF widmete sich in einem Beitrag in „Salzburg Heute“ dieser AUVA-Erfolgsgeschichte. Mit freundlicher Genehmigung des ORF ist der Beitrag hier nachzuhören: Weniger Tote durch bessere Blutgerinnung