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Neue Publikation über künstliche Blut- und Lymphgefäße

Nahezu alle menschlichen Organe sind mit Blutgefäßen zur Sauerstoffversorgung und mit Lymphgefäßen zum Abtransport der Lymphflüssigkeit versorgt. Im Tissue Engineering wird versucht, solche Gefäßstrukturen im Labor nachzubauen, um letztlich auch grössere Organe mit diesen lebenswichtigen Strukturen zu versorgen. Die Endothelzellgruppe um Wolfgang Holnthoner versucht Blut- und Lymphkapillaren in einer biokompatiblen Matrix (Fibrin) nachzubauen. Erste Schritte konnten nun von der Arbeitsgruppe erzielt und die Ergebnisse in "Frontiers in Bioengineering and Biotechnology" veröffentlicht werden. Lea Knezevic und Mira Schaupper konnten zeigen, dass Endothelzellen aus der Haut, die in Blut- und Lymphendothelzellen getrennt und danach mit Fettstammzellen in Fibrin eingebettet wurden, beide Gefäßsysteme ausbilden. Mit Fluoreszenzmarkern wurden die Zellen rot (für "Blut") bzw. grün (für "Lymphatisch") markiert und so sichtbar gemacht. Dies ist ein wichtiger erster Schritt, um größere Gewebe mit diesen lebensnotwendigen Gefäßstruktuen zu versorgen.

Knezevic L, Schaupper M, Mühleder S, Schimek K, Hasenberg T, Marx U, Priglinger E, Redl H, Holnthoner W. Engineering Blood and Lymphatic Microvascular Networks in Fibrin Matrices. Front. Bioeng. Biotechnol. 5:25. doi: 10.3389/fbioe.2017.00025

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